CASA CORAZZA

 

Auf den Görzer Schlachtfeldern

Vom Parkplatz des Kriegerdenkmals in Redipuglia geht man his zum Hügel Sant’Elia, auf dessen rechten Seite sich das Museum des Kriegerdenkmals befindet, das aus einem Eingangsraum und vier Räumen besteht; ausgestellt sind zahlreiche Waffen, die während des Ersten Weltkrieges verwendet wurden, sowie Rekonstruktionen von Schützengräben, Photos über das Soldatenleben und verschiedene Ausrüstungen, es gibt sogar die Möglichkeit, sich ein Video aus jener Zeit anzuschauen.
Vom Museum geht man über zum Hügel Sant’Elia, der heute ein Gedenkpark ist; einst befand sich hier der Friedhof der 30.000 Unbesiegten, der 1923 gegründet wurde und nach der Errichtung des Kriegerdenkmals entweiht wurde. Der Park sieht jetzt wie eine große, aus Stufen bestehende Allee aus, die zwischen Bronzennachbildungen antiker Zimelien und Epigraphen des alten Friedhofs zur Hügelspitze führt; auf der Spitze steht zum Gedenken der Gefallenen eine römische Säule aus dem 5. Jh, die bei den Ausgrabungen in Aquileia gefunden worden ist.
Man geht dann zurück zur stattlichen Freitreppe des Kriegerdenkmals von Redipuglia; es wurde 1938 eröffnet und beinhaltet die sterblichen Reste von über 100.000 Soldaten, die während des Krieges gefallen sind.
Das Denkmal sieht wie ein paradierendes Heer aus: in der führenden Position liegt das Grab des Grafen von Aosta, Kommandanten der Dritten Armee, und dahinter die Gräber der fünf Generale, die ihn während des Krieges begleiteten; dahinter stehen die zweiundzwanzig Stufen mit den Resten der 40.000 identifizierten Gefallenen, während die letzte Stufe zwei große Sammelgräber mit den Resten von 60.000 unbekannten Soldaten umfasst; die beiden werden von der den Gefallenen gewidmeten Kapelle getrennt. Auf der Spitze der Treppe sieht man drei Bronzenkreuze, die das Opfer für die Heimat symbolisieren; hinter der letzten Stufe befinden sich zwei Ausstellungsräume, in denen Photos, Bilder, Objekte der Soldaten sowie die Gräber mit den Resten der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges aufbewahrt werden. Im Garten des Kriegerdenkmals befindet sich das Observatorium.
Entlang der Straße nach Doberdò del Lago geht man in Richtung Berg Sei Busi in der „Doline des 15. Bataillons der Bersaglieri“, die auch als „Doline der Fünfhundert“ bezeichnet wird, da das darin errichtete Sammelgrab die Leichen von fünfhundert Gefallenen enthielt, die jetzt im Kriegerdenkmal in Redipuglia ruhen; die Doline war ein effizienter Stützpunkt für die vordersten Linien; hier wurden Verbandsplätze, Schützstellungen für das Kommando, Lager und Munitionsdepots errichtet. Heute noch sichtbar sind die Reste des Lazaretts, ein Grabstein mit den Namen der Ärzte, die hier dienten, einige Gräber von Mitgliedern der militärischen Führung und die Reste von zwei Gebäuden, sehr wahrscheinlich einfache Baracken für Soldaten oder Lager, sowie Rekonstruktionen von Schlachtfeldern.
Wenn man weiter nach Sagrado fährt, biegt man in die Straße nach San Martino und kommt somit zur Mitte des Dorfes, das durch eine Gedenktafel gekennzeichnet ist, auf der ein Gedicht von Ungaretti eingemeißelt ist; in Richtung Friedhof kommt man zur Spitze des Berges San Michele, wo sich ein Panoramaplatz mit dem Eingang zum Museum befindet: Schaukästen, Photoausstellungen mit Materialien aus jener Zeit, Gewehrläufe, Gasmasken und persönliche Gegenstände der Soldaten zeugen von ihrem Leben in den Schützengräben.
Den Ausflug kann man auf der Spitze des Berges beenden, wo man vom Balkon San Michele aus das ganze Görzer Tal betrachten kann.

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